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Auszüge aus dem Domboten Nr. 133 (25. Jahrgang)

Dezember 2010 / Januar – Februar 2011


Vorwort – Gedanken

Liebe Leser unseres Domboten!

„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ Römer 12,21 (Jahreslosung 2011)

Zu Beginn des Jahres 2011, dem wir uns mit Riesenschritten nähern, also eine Warnung vor dem Bösen! Eine überflüssige Warnung? Warten wir ab, was alles an bösen Dingen im neuen Jahr auf uns zukommt! Gut, dass wir es jetzt noch nicht wissen! Werden wir's aber wissen, wenn's drauf ankommt? Ist das Böse so leicht zu erkennen?

Von Martin Luther wird berichtet, dass ihm auf der Wartburg der leibhaftige Teufel erschienen ist und er mit einem Tintenfass nach ihm geworfen haben soll.

So einfach ist der Teufel aber leider nicht zu erkennen. Denn meistens begegnet er uns inkognito. Oft genug in der Maske des Biedermannes. Und manchmal steckt der Teufel nicht nur im Detail, sondern auch in uns selber. Man kann eben nicht so einfach einteilen: Hier die Guten und dort die Bösen.

Das Böse will immer wieder überwunden werden – durch das Gute. Eine leichte Übung, sagen Sie? Wir wollen doch immer das Gute.

Vielleicht, aber denken Sie an das Wort des Mephisto im Faust von dem Geist, der stets das Gute will und doch das Böse schafft. Geht es uns nicht auch oft genug so, dass wir Gutes wollen und doch etwas Schlechtes dabei entsteht?

Vor Neujahr kommt bekanntlich Weihnachten. Und da feiern wir, dass das Gute in die Welt gekommen ist – in einem kleinen Kind in der Krippe. Und dieses Kind wurde erwachsen und hat uns gesagt und gezeigt, was gut ist: nämlich Gottes Wort halten, Liebe üben und demütig sein vor Gott.

Seitdem dieses Kind geboren wurde, ist das Gute nicht mehr aus der Welt zu verbannen. Und seitdem kann auch nie mehr der Glaube daran verschwinden, dass sich das Gute gegen das Böse durchsetzt. Denn dieses Kind hat das Böse besiegt – durch die Liebe.

Ein frohes Christfest und ein gesegnetes Neues Jahr 2011 wünsche ich Ihnen!

Ihr

Manfred Trümer




Das war die Feier zur Silbernen Konfirmation

Nach mehreren Jahren gab es in der Stiftskirchengemeinde wieder einmal eine Feier der Silbernen Konfirmation. Zu diesem Jubiläum fanden sich 25 Frauen und Männer der Konfirmationsjahrgänge 1980 bis 1985 am Sonntag, den 22. August vormittags zum Festgottesdienst im Kaiserdom ein.

Pfarrer Manfred Trümer erinnerte in seiner Predigt an die Konfirmandenzeit mit dem damaligen Pfarrer Raths, die für manche Jubilare schon länger als 25 Jahre zurückliegt. Er zeigte auf, dass die Jubilare nach ihrem jetzigen Lebensalter mitten im Leben stünden und recht unterschiedliche Erfahrungen im Leben, auch mit dem christlichen Glauben, gemacht hätten.

Mittelpunkt der Predigt waren seine Ausführungen zum Segen Gottes für die Menschen und seine Bedeutung gerade für die künftigen Lebens­jahr­zehnte der Jubilare. Gottes Segen wirke für jeden Einzelnen, habe jedoch auch gemeinschaftsstiftende Wirkung, wie unterschiedlich die Menschen auch sein mögen. Der segnende Christus als Gemälde im Chor des Kaiserdoms könne dazu dienen, als Bild der Erinnerung aus diesem Gottesdienst in den Alltag übernommen zu werden.

Bei der Einsegnung am Altar rief Pfarrer Trümer den Jubilaren ihren jeweiligen Konfirmationsspruch wieder in Erinnerung.

Mit einem Grußwort übermittelte Friedrich Langenheim die Glückwünsche des Kirchenvorstands zur Silbernen Konfirmation.

Am Nachmittag trafen die Silber-Konfirmanden sich mit den Jubilaren der Stadtkirchengemeinde im Gasthaus Lutterspring zur gemeinsamen Wiedersehensfeier.

Ehrenfried Messal




Titelblatt Weihnachtsoratorium J.S. Bach

Bachs Weihnachtsoratorium 2010/11 im Kaiserdom
Gesamtaufführung an zwei Tagen

Weihnachten ohne Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium? Für viele Menschen undenkbar. Egal, ob in zahlreichen Kirchen, Konzertsälen oder zuhause vom CD-Player aus: Das Weihnachtsoratorium zählt zu den beliebtesten und meistaufgeführten Werken von Johann Sebastian Bach. Dabei handelt es sich eigentlich nicht um ein geschlossenes Oratorium, sondern um einen Zyklus von sechs Kantaten für die Weihnachtszeit 1734/35, nämlich für die (damals) drei Weihnachtsfesttage (25./26./27. Dezember; Geburtsgeschichte, Lukas 2, 1 – 20), den Neujahrstag (Beschneidung und Namensgebung, Lukas 2, 21), den Sonntag nach Neujahr und das Epiphaniasfest (6. Januar; Geschichte von den Weisen aus dem Morgenland Matthäus 2, 1 - 12). Die Musik komponierte Bach nur zum Teil neu.

Viele Chöre und Arien entnahm er zuvor entstandenen weltlichen Werken. Möglicherweise hatte er bei deren Komposition die künftige Verwendung schon im Blick. Bereits im Dezember 2008 erklangen die ersten drei Kantaten unter meiner Leitung nach jahrzehntelanger Pause erstmals wieder im Kaiserdom – die Karten­nachfrage war damals trotz Baustellensituation so groß, dass die Generalprobe am Nachmittag auch öffentlich veranstaltet wurde. Auch wenn uns in diesem Jahr nach Fertigstellung des Kaiserdoms wieder viel mehr Sitzplätze zur Verfügung stehen, ist es sicherlich ratsam, nicht zu lange mit dem Kartenkauf zu warten.

Johann Sebastian Bach:

Weihnachtsoratorium BWV 248

Sonntag, 26. Dezember 2010, 17.00 Uhr
Kantaten I – III

Sonnabend, 8. Januar 2011, 18.00 Uhr
Kantaten IV – VI

Francisca Prudencio, Sopran  •  Kathrin Hildebrandt, Alt
Nico Eckert, Tenor  •  Michael Humann, Bass
Michael Vogelsänger, Continuo
Propsteikantorei Königslutter

Domkantorei Königslutter
(Einstudierung: Andreas Schultz)

EmmausKantorei Braunschweig
(Einstudierung: Michael Vogelsänger)

Camerata Instrumentale Berlin

Leitung: Propsteikantor Matthias Wengler

Karten an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich

In diesem Jahr freue ich mich besonders, dass die Domkantorei zum ersten Mal mit der Propsteikantorei gemeinsam ein Konzert bestreitet und die ersten drei Kantaten am 2. Weihnachtstag um 17.00 Uhr aufführen wird.

Kurz nach dem Epiphaniasfest erklingen dann auch noch die Kantaten vier bis sechs. Am Sonnabend, 8. Januar 2011, wird die Propsteikantorei um 18.00 Uhr gemeinsam mit der EmmausKantorei Braunschweig das Konzert bestreiten.

Mit guten Wünschen für ein gesegnetes Weihnachtsfest 2010 grüße ich Sie herzlich und würde mich freuen, Sie bei den Konzerten wiederzusehen.

Propsteikantor Matthias Wengler




Kantoreimusikfest

Auch in diesem Jahr wird wieder im Rahmen des Kantoreimusikfestes ein Einblick in die musikalischen Angebote unserer Domkantorei angeboten.

Unter der Leitung von Domkantor Andreas Schultz werden sich am 20.02.2011 von Posaunenchor, über Domchor und Young Singers, bis hin zur Band Praisentation um 16.00 Uhr im Kaiserdom alle Beteiligten der Musiksparte unserer Gemeinde mächtig ins Zeug legen und den Besuchern einen klangvollen Nachmittag bereiten.

Ein Jedermann ist herzlich dazu eingeladen, in den Genuss des diesjährigen Programmes zu kommen. Vielleicht wird ja bei dem Einen oder Anderen sogar die Lust geweckt, selbst einmal zum Instrument zu greifen und die Gottesdienste im Kaiserdom auf diese Weise zu begleiten.

Jonas Grahn




KUBUKIWO – <b>Ku</b>nter<b>bu</b>ntes <b>Ki</b>nder<b>wo</b>chenende von Freitag 21.01. bis Sonntag 23.01.

Hallo Kinder !!!!!

Wie auch in den letzten Jahren veranstaltet die Kinderkirche ein KUBUKIWO! Das Thema lautet dieses Jahr „Komm an Bord“. Es geht um Rettungsgeschichten von Noah und Jesus! Mehr wollen wir hier noch nicht verraten.

Wir laden alle Kinder recht herzlich dazu ein, um mit uns Geschichten zu hören und zu spielen! Das kunterbunte Kinderwochenende geht von Freitag 21.01.2011 bis Sonntag 23.01.2011.

Beginn ist am Freitag um 16.00 Uhr im Gemeindezentrum.

Das KUBUKIWO endet wie immer am Sonntag um 10.00 Uhr mit einem Familien­gottesdienst und anschließendem Mittagessen, zu dem nicht nur ihr, sondern eure ganze Familie herzlich eingeladen ist!

Euer Kinderkirchen Team




Ausschreibung einer zweiten Pfarrstelle am Dom

Das Landeskirchenamt hat im September eine zusätzliche Pfarrstelle im Umfang von 50% für die Stiftskirche in Königslutter mit Sunstedt ausgeschrieben. Die Pfarrstelle ist Bestandteil des Pfarramtes der Stiftskirche Königslutter. Der Stelleninhaber ist daher Mitglied im Kirchenvorstand der Gemeinde.

Die Kirchenregierung trägt mit dieser Maßnahme der Tatsache Rechnung, dass der Kaiserdom nach der umfangreichen Restaurierung als historisch und kunstgeschichtlich bedeutsamer Ort an Attraktivität gewonnen hat.

Der Stelleninhaber / Die Stelleninhaberin soll zum touristischen Profil der Stiftskirche beitragen, eigene Konzepte entwickeln, Projekte vorbereiten und organisieren und Veranstaltungen durchführen.

Aus theologischer Sicht muss er / sie den speziellen Möglichkeiten des Standortes Rechnung tragen. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz erforderlich. Ebenso notwendig ist eine vertrauensvolle Kooperation mit Pfarrer Manfred Trümer, der die Stelle eines Dompfarrers seit vielen Jahren innehat.

Mit der Pfarrstelle ist zugleich ein Sitz in dem Beirat verbunden, der an der Stiftskirche gebildet werden soll. Nach unseren Kenntnissen gibt es bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Bewerber / keine Bewerberin für die zweite Pfarrstelle.

Norbert Lucas




Aufsichten im Dom

Nach der Wiedereinweihung des Kaiserdoms im April 2010 hat die Zahl der Domführungen und -besichtigungen durch Touristen stark zugenommen. Die große Zahl an Besucherinnen und Besuchern erfordert es deshalb, das Angebot an Informationsmaterial neu zu präsentieren und dafür Personal bereitzuhalten.

Gleichzeitig soll dieses Personal während der Öffnungszeiten im Dom eine Aufsicht wahrnehmen.

Für diese Aufgaben werden ehrenamtlich Tätige gesucht, die stundenweise dafür zur Verfügung stehen. Interessierte werden gebeten, sich im Pfarramt zu melden.

Norbert Lucas




Hallo Kinder

Woher der Adventskranz kommt

Weißt du, woher der Adventskranz kommt? Der Pfarrer und Leiter des Waisenheimes „Rauhes Haus“ bei Hamburg hatte im Jahr 1839 vermutlich als Erster einen solchen Kranz verwendet. Johann Hinrich Wichern wollte mit einfachen Mitteln für die Waisenkinder etwas Weihnachtsstimmung zaubern. Auch weil die Kinder ihn immer wieder fragten, wann denn nun endlich Weihnachten sei, baute er ihnen eine Art Kalender. Er nahm ein altes Wagenrad aus Holz, an dem er ähnlich wie bei einem Adventskalender für jeden Tag der Adventszeit eine Kerze anbrachte.

Vom 1. Dezember an durften die Kinder dann jeden Tag eine Kerze mehr anzünden. Dazu wurden Weihnachtsgeschichten vorgelesen und Lieder gesungen. An diesem Kranz gab es vier große weiße Kerzen für die Adventssonntage. An den Wochentagen wurde jeweils eine weitere rote Kerze an diesem Kranz angezündet und an den Adventssonntagen dann eine der großen Kerzen.

Weil diese Idee auch den Besuchern des Waisenhauses gefiel, gab es bald bei immer mehr Familien solche Adventskränze. Von dort aus hat sich dieser Brauch im ganzen Land ausgebreitet. Der hölzerne Lichterkranz hat sich dabei allerdings verändert. Wir kennen ihn heute als grünen Kranz.




Sunstedt

Rosen vom Täufling

Eine Idee wurde schon zweimal in die Tat umgesetzt. Für jeden Täufling wird nach seiner Taufe eine Rose gepflanzt. Diese Rose wird von den Eltern des Täuflings gestiftet und unter den Augen der Verwandten und Paten von Geschwisterkindern oder dem Vater an einer vorbereiteten Stelle gepflanzt. So hat die Familie ein sichtbares Andenken an die Taufe; das Gedeihen der Rose kann beobachtet werden und das Umfeld der Kirche wird durch diese edlen Gewächse noch schöner.




Sunstedt

Mitgliedschaftliche Abgabe

Bereits im September lag wieder ein Brief in unseren Postkästen. Die Kirchengemeinde bittet um eine freiwillige mitgliedschaftliche Abgabe. Damit die Gemeinde Zuschüsse für geplante Maßnahmen vom Landeskirchenamt bewilligt bekommt, ist die Kirchengemeinde verpflichtet, diesen Aufruf zu starten. Mit Hilfe dieser Zuwendungen soll das Mauerwerk des Turms ausgebessert werden. Es sind Risse in der Wand und dadurch dringt Feuchtigkeit ein. Es wäre schön, wenn auch Sie helfen.